Hepatitis, Krebs und Co

Als Krankenpfleger komme ich täglich mit vielen Erkrankungen in Berührung, aber eigentlich sind es die selben, welche ich bei der Arbeit im Feuerwehrdienst mir "einfangen" kann, wenn man bestimmte Hygieneregeln nicht beachtet! Verbrennungen und Verbrühungen sind da noch das kleinste Übel und vorallem kürzeste, andere folgende Erkrankungen bleiben unterumständen ein Leben lang und sind nicht mir Cremes zu behandeln!

 


Hepatitis

Hepatitis A-E

 

Als Hepatitis (Plural: Hepatitiden; von griech. hepar, ἧπαρ, Leber) wird eine Entzündung der Leber bezeichnet, für die zahlreiche Ursachen verantwortlich sein können. Führt eine andere zugrundeliegende Erkrankung zu dieser Leberentzündung, wird von einer sogenannten Begleithepatitis gesprochen.

Klinisch unterscheidet man nach dem Verlauf die akute Hepatitis von der chronischen Hepatitis (= Hepatitis, die nach 6 Monaten nicht ausgeheilt ist).

 

Die häufigsten Ursachen einer Hepatitis sind Virusinfektionen und die Autoimmunhepatitis.

Infektiöse Formen

 

Die „klassischen“ Virushepatitiden:

Hepatitis A

Hepatitis B

Hepatitis C

Hepatitis D (nur in Verbindung mit Hepatitis B)

Hepatitis E

 

Hepatitis bei nicht-klassischen Hepatitisviren:

Viren der Herpesvirus-Familie:

Epstein-Barr-Virus (Pfeiffer-Drüsenfieber)

Cytomegalievirus

Herpes-simplex-Virus (bei Herpes-Sepsis)

Varizella-Zoster-Virus (Windpocken, Gürtelrose)

Mumpsvirus

Rubellavirus (Röteln)

Adenoviren, beim Hund auch als Hepatitis contagiosa canis (Hundehepatitis)

Enteroviren/Coxsackieviren (Enterovirus-Hepatitis beim Neugeborenen)

Gelbfieber-Virus und andere Hämorrhagische Fieber-Viren

 

Bakterielle Erreger und Pilze:

Coxiella burnetii: Q-Fieber

Mycobacterium tuberculosis (Tuberkulose)

Leptospiren

Treponema pallidum (Syphilis)

Salmonellen und Shigellen

Rickettsien

Borrelien

Candida-Hefen

Kryptosporidien

 

Parasitäre Erreger:

Plasmodien (Malaria)

Amöben

Leishmanien (Leishmaniose)

Toxoplasma gondii (Toxoplasmose)

Echinokokken

Leberegel

Schistosoma (Pärchenegel) (Schistosomiasis/Bilharziose)

Spulwurm

 

 

Toxische Hepatitis

 

Alkohol-toxische Hepatitis (Alkohol-Hepatitis)

Medikamenten- und drogeninduzierte Hepatitis: z. B. Diclofenac, Chlorpromazin, Isoniazid, Paracetamol, Methotrexat, Chelidonium, Isotretinoin

Hepatitis bei Vergiftungen (Lösungsmittel, Pilzgifte: Aflatoxine)

 

Physikalische Formen

 

Strahlen-Hepatitis (nach Strahlentherapie)

Posttraumatische Hepatitis (Leberquetschung, Kontusion)

 

Immunpathologische Formen

 

Granulomatöse Entzündungen (Sarkoidose)

Autoimmunhepatitis

Primär biliäre Cholangitis

 

Extrahepatische Formen

 

Entzündungen der Gallenwege (Cholangitis)

Kardiale Hepatitis (Stauungshepatitis)

Nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH, Fettleberhepatitis)

 


COPD/COLD

Der internationale Fachausdruck „COPD“ ist eine aus dem Englischen übernommene Abkürzung für chronic obstructive pulmonary disease und bezeichnet eine chronisch-obstruktive Bronchitis (COB) mit oder ohne Lungenemphysem. „Obstruktiv“ steht für eine Verengung der Atemwege - beide Krankheitsbilder sind nämlich dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom vor allem beim Ausatmen behindert ist. Die Abkürzung COPD dient somit als Sammelbegriff für die beiden chronisch-obstruktiven Lungenkrankheiten COB und Emphysem. Rauchen ist die Hauptursache für eine COPD.

 

In der westlichen Welt sind 80-90% der COPD-Fälle durch Rauchen verursacht.

 

Aktives Rauchen

Tabakrauchen erhöht das Risiko, an einer COPD zu erkranken um das 13-fache, und ist der wesentliche Risikofaktor für die Entstehung der so genannten Raucherlunge (= COPD). Bis zu 50% der älteren Raucher haben eine COPD. Dabei wird das Risiko eine COPD zu entwickeln, durch die Gesamtzahl der lebenslang gerauchten Zigaretten bestimmt (anhand der so genannten Packungsjahre bzw. pack-years). Ein Packungsjahr bedeutet, dass ein Raucher über den Zeitraum von einem Jahr durchschnittlich täglich eine Packung Zigaretten geraucht hat. Wobei sich diese Angabe auf den jeweiligen, persönlichen Konsum entsprechend umrechnen lässt. Zum Beispiel: 20 Packungsjahre können bedeuten: 10 Jahre 2 Schachteln pro Tag geraucht oder 20 Jahre eine Packung pro Tag geraucht.

 

Passivrauchen

In Deutschland ist mehr als ein Viertel der nichtrauchenden Bevölkerung regelmäßig Passivrauch ausgesetzt. Nach Schätzungen der European Respiratory Society (Europäische Lungenfachgesellschaft) sterben in Deutschland jedes Jahr 4.000 Nichtraucher an den Folgen des Passivrauchs, davon allein über 900 Patienten an einer durch Passivrauchen verursachten COPD. Kinder, die in ihrem Umfeld passiv „mitrauchen“ müssen, leiden häufiger unter Atemwegsinfektionen und weisen ein erhöhtes Risiko auf, an Asthma bronchiale oder anderen Atemwegserkrankungen zu erkranken. Die in Deutschland nunmehr weitgehend flächendeckend bestehenden Rauchverbote sind daher notwendig.

 

Genetische Veranlagung

Ursache einer COPD ist nicht immer das Rauchen. Auch die Gene spielen eine Rolle und können eine angeborene Erbkrankheit – den so genannten Alpha-1-Antitrypsin-Mangel - hervorrufen.

 

Risikofaktoren

Frauen sind gegenüber den Auswirkungen des Rauchens empfindlicher als Männer und entwickeln entsprechend häufiger eine COPD. Bei rauchenden Frauen ist zudem das Risiko erhöht, dass sie wegen einer COPD im Krankenhaus behandelt werden müssen.

 

Auch eine familiäre Häufung der COPD ist bekannt, allerdings wird normalerweise eine COPD „nicht direkt“ vererbt. Es gibt allerdings eine seltene Erberkrankung, den Alpha-1-Antitrypsin-Mangel. Bei Menschen mit dieser Erkrankung kommt es regelhaft zu einer schweren COPD mit Lungenemphysem, wenn sie rauchen.

 


Krebs

Der Krebs bei Feuerwehrmännern kann verschiedenste Ursachen haben, sei es durch Inhalationstraumen, durch verschlucken oder durch kontamintion der Haut. Es sei gesagt OHNE Hygieneregeln ist jeder Einsatz, eine Potenzielle Krebsquelle!

Das Bronchialcarcinom (BC)

 

25 Prozent aller bösartigen Tumoren (Malignome) sind Bronchialkarzinome. Beim Mann ist es weltweit die häufigste Krebsart; in Deutschland nach dem Prostatakarzinom und dem kolorektalen Karzinom die dritthäufigste. Als Ursache von Krebssterbefällen liegt es bei Männern auf Platz eins. Die Inzidenz liegt in Mitteleuropa bei etwa 60 pro 100.000 Einwohner. Die Zahl der Neuerkrankungen – in Deutschland etwa 50.000 pro Jahr – weist eine steigende Tendenz auf. Unter den Todesursachen in Deutschland nimmt es mit rund 40.000 Todesfällen im Jahr die vierte Position ein, bei Männern gar die dritte. Der Altersgipfel der Erkrankungen liegt um das 60. Lebensjahr. Die durchschnittliche Fünfjahresüberlebensrate (d. h., wie viele Erkrankte nach fünf Jahren noch leben) beträgt lediglich fünf Prozent. Die Lebenserwartung des einzelnen Patienten ist aber sehr stark vom Stadium der Erkrankung (TNM-Klassifikation) und dem Subtypus (siehe unten) abhängig.

 

Eine zunehmende Häufigkeit bei Frauen wird beobachtet; auch bei Frauen in Europa wird Lungenkrebs bald die häufigste Krebstodesursache sein, in Großbritannien und Polen ist dies schon der Fall. Das Verhältnis von erkrankten Männern zu Frauen liegt bei etwa 3:1, wobei es auf Grund der Änderung im Tabakkonsumverhalten von Frauen immer mehr zu einer Angleichung kommt (siehe Diagramm). Bedeutsam können Umwelteinflüsse oder genetische Ursachen sein, die Prognose ist bei Frauen etwas besser. Der Nichtraucher-Lungenkrebs ist bei Frauen häufiger als bei Männern.

 

 

Ursachen

 

Die Hauptursache bei der Entstehung des Tumorleidens ist der Tabakrauch. Er enthält etwa 2000 Stoffe, von denen mindestens 100 krebserregend (karzinogen) sind (beispielsweise Teer und eine Vielzahl anderer Kohlenwasserstoffverbindungen). Es wurde nachgewiesen, dass das im Tabakrauch enthaltene Benzo[a]pyren das als Tumorsuppressor bekannte Protein p53 schädigen kann. 95 Prozent aller Patienten mit Bronchialkarzinom sind Raucher oder ehemalige Raucher. Passivrauchen ist nach dem aktiven Rauchen und der Belastung durch Radon die dritthäufigste Ursache von Lungenkrebs. Im Prinzip sind Passivraucher den gleichen Schadstoffen ausgesetzt wie aktive Raucher. Allerdings ist die Konzentration der krebsauslösenden Substanzen in der Atemluft zumeist geringer. Passivraucher haben gegenüber der nicht rauchenden Bevölkerung ein doppelt bis fünffach erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. 30 bis 40 Jahre nach Beginn des Rauchens ist das Erkrankungsrisiko bis 60-fach höher als beim Nichtraucher. Die sogenannte British Doctors Study belegte schon in den 1950er Jahren den Zusammenhang zwischen Lungenkrebs und Rauchen. Die Wahrscheinlichkeit, bis zum 75. Lebensjahr an Lungenkrebs zu erkranken, liegt bei Männern, die ihr gesamtes erwachsenes Leben geraucht haben, bei 1:6. Bei Männern die bis zum Lebensalter von 60, 50, 40 und 30 Jahren das Rauchen aufgegeben haben, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1:10, 1:16, 1:33 und 1:50. Bei Männern, die nie geraucht haben, liegt die Wahrscheinlichkeit nur bei ca. 1:250. War das Bronchialkarzinom im Jahr 1913, mit 337 in der gesamten Literatur beschriebenen Fällen, noch ein „sehr seltener Tumor“, so gab es 2008 seinetwegen weltweit etwa 1,38 Millionen Sterbefälle. In Ländern wie den USA, wo der Anteil der Raucher bereits seit den 1960er Jahren wieder sinkt, stellt sich nun auch ein deutlicher Rückgang an Lungenkrebserkrankungen ein, der mit einem zeitlichen Versatz von 20–30 Jahren nahezu parallel zum Rückgang des Tabakkonsumes verläuft.

 

Genetische Untersuchungen von Lungengewebe zeigten, dass die Aktivität von Genen, die für die Reparatur der DNA zuständig sind und die Entwicklung von Lungenkrebs aufhalten sollen, selbst bei ehemaligen Rauchern dauerhaft herabgesetzt ist.

 

Die zweithäufigste Ursache für ein Bronchialkarzinom ist das radioaktive Gas Radon. In Deutschland gibt es schätzungsweise jährlich 1900 Lungenkrebstodesfälle, die auf die Belastung durch Radon zurückzuführen sind. Seine ebenfalls radioaktiven Radon-Zerfallsprodukte scheiden sich während der Inhalation in den Bronchien ab und reichern sich dort an. Sie bestrahlen das Gewebe mit biologisch sehr wirksamen Alphateilchen. In einigen Gegenden Deutschlands, so unter anderem im östlichen Bayern, in Sachsen und Thüringen sowie im Breisgau, wird empfohlen, den Keller gasdicht zu versiegeln, da durch das Gestein Radon aufsteigen kann. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat einen Zielwert von 100 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft festgelegt. In der Schweiz gilt Radon als Verursacher von zehn Prozent aller Bronchialkarzinomfälle. Bei Uran-Bergarbeitern ist Lungenkrebs eine anerkannte Berufskrankheit.

 

Andere Giftstoffe wie Asbest, Uran, Chrom-Verbindungen, Senfgas, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Nickel gelten ebenfalls als karzinogen. Hierbei erhöht sich das Risiko einer Erkrankung um ein Vielfaches, wenn der Patient gleichzeitig Raucher ist. Bei Asbestexposition zum Beispiel erhöht sich das Erkrankungsrisiko von Nichtrauchern um das Fünffache, bei Rauchern um das Neunzigfache. Eine familiäre Häufung spricht für eine genetische Komponente. Chronisch-entzündliche Reizungen haben ebenfalls einen Einfluss auf die Entstehung von Bronchialkarzinomen. Sie können auch im Bereich alter Lungennarben entstehen, wie sie nach Tuberkulose, Silikose oder Lungeninfarkt auftreten.

 

Wie Ernährung und Lungenkrebs, also Bronchialkarzinom zusammenhängen könnten, wird im Rahmen der EPIC-Studie seit 1992 protokolliert. Bei der Studie werden über 500.000 anfangs gesunde Teilnehmer aus zehn europäischen Ländern bezüglich ihres Essverhaltens erfasst. Außerdem werden Gewicht, Größe und Körperfettverteilung der Teilnehmer registriert und Blutuntersuchungen durchgeführt. Seit etwa 2000 werden alle neu aufgetretenen Krebsfälle und anderen chronischen Krankheiten erfasst und mit den Ernährungsgewohnheiten und dem Lebensstil assoziiert. Im Laufe der Jahre konnten so immer mehr Erkenntnisse über die Zusammensetzung einer „gesunden“ Ernährung gewonnen werden, die einen potenziellen Schutz vor Krebs und anderen Erkrankungen bieten könnte. Im April 2007 zogen Wissenschaftler der Studienzentren am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg und am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIFE) in Potsdam-Rehbrücke Bilanz: Ein hoher Obst- und Gemüseverzehr schützt vor Lungenkrebs und Krebs des oberen Verdauungstraktes. Vor allem Männer mit geringerem Konsum profitieren von einer Erhöhung auf 300 g Obst und Gemüse am Tag.

 

Hautkrebs

 

Hautkrebs ist ein Oberbegriff für sämtliche bösartigen Veränderungen (Krebs) der Haut. In der Umgangssprache wird er oft gleichgesetzt mit dem malignen Melanom. Je nach der entarteten Zellart kann man aber unterschiedliche Hautkrebstypen unterscheiden.

 

Basaliom des Gesichtes
Knotiges spinozelluläres Karzinom (Spinaliom)

 

Melanom: Ränder und Färbung sind unregelmäßig

 

Dieser wird auch „weißer Hautkrebs“ genannt und tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Man unterscheidet hierbei das Basaliom (synonym: Basalzellkarzinom) vom Spinaliom (synonym: spinozelluläres Karzinom). Beide Arten von Krebs werden hauptsächlich durch UV-Licht ausgelöst und bilden sich daher oft im Gesicht. Ihnen können bestimmte Veränderungen vorausgehen (sog. Präkanzerosen), z. B. die aktinische Keratose oder der Morbus Bowen. Diese Arten von Hautkrebs werden in den meisten Fällen operiert und bilden so gut wie nie (Basaliom) oder sehr selten (Spinaliom) Metastasen. Sie können unbehandelt aber lokal das umgebende Gewebe zerstören, so dass bei großen Tumoren die Operation schwierig ist.

 

 

Malignes Melanom

Das maligne Melanom, auch als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnet, ist die gefürchtetste Form und sorgt für die meisten Todesfälle durch Hautkrebs. Die Zellen, die das Hautpigment Melanin bilden, entarten und bilden einen sehr aggressiven Krebs. Melanome können rasch größer werden und dann auch Metastasen in Lymphknoten und inneren Organen bilden.

 

 Hautkrebs der Immunzellen

 

Die Lymphozyten sind Zellen des Immunsystems, die sich überall im Körper befinden können. Außer im Blut oder an den inneren Schleimhäuten können sie auch Lymphome der Haut bilden, sogenannte kutane Lymphome. Das häufigste kutane Lymphom ist die Mycosis fungoides, die trotz ihres Namens nichts mit Pilzen zu tun hat. In den frühen Stadien kann eine Mycosis fungoides wie ein Ekzem aussehen. In den späten Stadien bilden sich dann größere Knoten auf der Haut, die auch aufbrechen können. Zudem kann über das Lymph- und Blutsystem der Tumor auch andere Organe befallen. Mycosis fungoides lässt sich mit lokaler Salbenbehandlung, UVA-Bestrahlung (sog. PUVA), mit Interferon oder mit einer Chemotherapie behandeln, je nach Schwere der Erkrankung.

 

 

Seltenere Hautkrebsformen

 

Neben den oben genannten Hautkrebsformen können auch andere Zellen der Haut entarten, diese Tumoren sind jedoch sehr selten. Es gibt zum Beispiel noch:

- Kaposi-Sarkom, ist beim sonst gesunden (insbesondere immunologisch kompetenten) Menschen eine Rarität. Es tritt vor allem bei durch AIDS immungeschwächten Personen auf.

Fibrosarkome (Bindegewebszellen), betreffen meist Männer über 40 Jahre. Es handelt sich um Tumorzellen aus dem Bindegewebe der Dermis. Der Tumor wächst schnell (bevorzugt am Unterschenkel), destruierend und metastasiert häufig; die Prognose ist entsprechend ungünstig, Therapie der Wahl: chirurgische Entfernung mit Sicherheitsabstand und anschließende (kombinierte) Radio-Chemotherapie.

- Schweißdrüsenkarzinome

- Talgdrüsenkarzinome

- Angiosarkome (Gefäßzellen), als Hämangiosarkom (haima, gr. das Blut), bzw. Lymphangiosarkom; Hämangiosarkome sind sehr selten, treten im hohen Lebensalter bevorzugt am Kopf (Gesicht) und an der weiblichen Brust auf, erstes Zeichen ist eine flache bläuliche Infiltration (einem „blauen Fleck“ ähnlich). Das Lymphangiosarkom tritt sehr selten auf dem Boden einer chronischen Lymphstauung auf. Siehe Elefantiasis, wie sie z. B. beim Stewart-Treves-Syndrom auftritt. Betroffen sind fast ausschließlich Frauen im höheren Lebensalter, häufig Patientinnen mit einer radikalen Entfernung der Brustdrüse und der axillären Lymphknoten in der Vorgeschichte (häufig leiden diese Patientinnen unter einem chronischen Lymphödem des Armes).

- Myosarkome (Muskelzellen)

- Merkelzellkarzinome (aus speziellen Tastzellen, auch „trabekulärer Ca oder Merkel-Zell-Karzinom“) der Merkel-Zellen in der Basalzellschicht der Epidermis oder um Haarfollikel. Gehäuft geschlechtsunabhängig zwischen dem 70. und 80. Lebensjahr tritt eine harte, unempfindliche, rötlich-violette oder rosafarbene rasch wachsende Läsion überwiegend im Gesichtsbereich auf. Der halbkugelige oder kugelige, manchmal auch plaqueförmige, Tumor kann einen Durchmesser von unter 2 cm haben. Weitere Prädilektionsstellen sind die Extremitäten. Der Verlauf kann sehr rasch und hoch maligne sein. Außer lokaler Entfernung oder Strahlentherapie sollte nach Möglichkeit die Lymphknotendissektion im betroffenen Bereich durchgeführt werden.

 

Häufigkeit

 

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 207.000 Menschen neu an weißem Hautkrebs (Basalzellenkrebs 137.000, Plattenepithelkarzinom 70.000). Die Häufigkeit von schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) wird für ganz Deutschland im Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut erfasst. Im Jahr 2010 erkrankten 19.220 Menschen (9.640 Männer und 9.580 Frauen) am malignen Melanom und 2.711 Menschen starben daran.

Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken ist abhängig von zwei wesentlichen Faktoren. Zum einen vom individuellen Hauttyp und zum anderen von der ausgesetzten UV-Strahlenbelastung. Interessanterweise scheint ein dunkler Hauttyp einen besseren Schutz zu bieten als eine geringe UV-Belastung. Dies erklärt auch, warum weltweit die Hautkrebsinzidenz in Neuseeland und Australien am höchsten ist. In afrikanischen Ländern ist das Risiko einer Neuerkrankung eher gering. Deutschland landet bei einem aktuellen Vergleich auf Position 13.

 

 

Früherkennung

 

Risikopatienten mit solchen Beispielen müssen sich um eine sorgsame Früherkennung bemühen!

Auffällige Veränderungen der Haut lassen sich in der Regel gut behandeln, wenn sie früh erkannt werden. Seit 1. Juli 2008 haben in Deutschland alle gesetzlich krankenversicherten Personen ab dem Alter von 35 alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung.

Im Rahmen der Früherkennung und Abklärung von verdächtigen Befunden wird als Verfahren in der Praxis häufig die Dermatoskopie angewendet. Dabei wird eine speziell beleuchtete Lupe verwendet, die einen präzisen Blick auf die einzelnen Hautstellen erlauben soll. Der Einsatz des Dermatoskops wirft jedoch Probleme auf, besonders wenn es um dessen Vergütung geht, denn sein Einsatz wird von der gesetzlichen Krankenversicherung bisher nicht extra vergütet.

Erhöhtes Krebsrisiko für Feuerwehrleute: Hodenkrebs, Plasmozytom und Prostatakrebs

 

Montag, 13. November 2006

 

Cincinnati - Feuerwehrleute sind bei ihrer Tätigkeit einer Vielzahl von Karzinogenen exponiert. Eine Meta-Analyse im Journal of Occupational and Environmental Medicine (2006; 48: 1189-1202) kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass viele Krebserkrankungen deutlich häufiger auftreten als in der Normalbevölkerung.

Eigentlich sind Feuerwehrleute durch ihre Kleidung gut geschützt. Atemmasken verhindern, dass sie die in Verbrennungsprodukten enthaltenen Karzinogenen wie Ruß, Dieselabgase, Benzol, Styrol, Formaldehyd oder Chloroform einatmen. Vielleicht erklärt dies, warum die Übersicht von Grace LeMasters von der Universität von Ohio in Cincinnatti – auf der Basis von 32 Studien und 110.000 Personen die bisher größte ihrer Art – kein erhöhtes Lungenkrebsrisiko ermittelte.

Viele Karzinogene können jedoch auch durch die Haut aufgenommen werden. Auf diese Weise können sie sämtliche Organe des Körpers erreichen. Die US-Forscher fanden denn auch  ein erhöhtes summarisches Risiko (summary risk estimate, SRE) für die Hälfte aller untersuchten Krebsarten aller denkbaren inneren Organe. Gehäuft waren Hodenkrebs, Prostatakarzinom, Hirntumoren, Kolorektalkarzinom, Magenkrebs, das Maligne Melanom sowie Plasmozytom und Non-Hodgkin-Lymphom. Das höchste Risiko wurde für Hodenkrebs gefunden (SRE 2,02; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,30-3,13), gefolgt von Plasmozytom (SRE 1,53; 1,21-1,94) und Non-Hodgkin-Lymphom (SRE 1,51; 1,31-1,73).

Der Befund überrascht, weil die derzeitige Schutzkleidung eigentlich vor einer Exposition mit karzinogenen Stoffen schützen sollte. Möglicherweise, so spekulieren die Autoren, werde die schwere, hinderliche und unbequeme Kleidung nicht immer getragen, vielleicht seien die Personen auch nach der Rückkehr in die Wache, etwa beim Umziehen, über die staubige Kleidung noch exponiert. © rme/aerzteblatt.de

 


PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung)

 

Die PTBS tritt in der Regel innerhalb eines halben Jahres nach dem traumatischen Ereignis auf und geht mit unterschiedlichen psychischen und psychosomatischen Symptomen einher. Häufig treten im Verlauf einer PTBS noch weitere Begleiterkrankungen (Komorbidität) und -beschwerden auf (in bis zu 90 % der Fälle). Oftmals kommt es – neben den typischen PTBS Grundsymptomen einer vegetativen Übererregbarkeit und des Wiedererlebens traumatischer Erinnerungen (oder von Erinnerungsfragmenten) – auch zu einem Gefühl von „emotionaler Taubheit“ (Numbing) und der Hilflosigkeit und zu einer Erschütterung des Ich- und Weltverständnisses durch das traumatische Erleben.

 

Weitere Synonyme für die PTBS sind Posttraumatische Belastungserkrankung, Posttraumatisches Belastungssyndrom, Psychotraumatische Belastungsstörung, basales psychotraumatisches Belastungssyndrom oder posttraumatic stress disorder (englisch, Abk. PTSD).

 

Besonderheiten der PTBS bei Kindern und Jugendlichen sind im Artikel Posttraumatische Belastungsstörung bei Kindern und Jugendlichen dargestellt.

 

Hier zu sei gesagt, nur der der sich nicht helfen lässt, ist ein Weichei, nicht der, der sich Hilfe sucht!

 

Noch Fragen?

 

Bestellungen 24h möglich!

Abholung nach Vereinbarung möglich!

 

Für Lob, Anregungen oder Kritik, benutz doch bitte das Kontaktformular.

Deine Vorteile

  • Einzigartigkeit
  • Jeder Artikel (d)ein Unikat
  • Upcycling der Umwelt zur Liebe
  • Für dich zu Hause oder auch für´s Gerätehaus
  • Ich nehme auch deinen alten Feuerlöscher
  • Jeder Artikel wird für dich angefertigt,                    keine Massenproduktion

 

 

Folge uns bei:

Besucherzaehler